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15. Monolog Mike

Mike:

Marcel und ich waren früher Freunde. Er war mein bester Freund. Wir wohnen nicht weit. Seit diese Arschlöcher mich anmachen, hält er sich von mir fern. Ich bin jetzt das Letzte. Keine Ahnung, wie's dazu gekommen ist. Mich machen sie immer fertig. Und er steht dabei. Er will bei ihnen was sein. Arme, feige Sau.

Ich kann mir vorstellen, dass er es gemacht hat. Ich habe die beiden auf dem Parkplatz gesehen. Es war wie so eine Mischung aus Spaß und Ernst. Zuerst. Ich hab mir das nicht angesehen, bin wieder rein.

Einer wie ich: Das ist doch ein Witz!

Marcel:

(dazu)

Mikie? Mike, ich...

(Stockt. Kann es nicht sagen. Freeze Marcel.)

Mike:

„Mike. Ich brauche dich. Mike, du musst mir zuhören. Ich muss dir etwas sagen...“

Leck mich doch.

Du könntest dich retten, Marcel. Einen Schritt, Marcel. Sprich es aus! Weine! Sag, was du getan hast.

Sprich mit deinem besten Freund. Deinem einzigen.  Rette dich. Rette unsere Freundschaft. Mein Herz steht dir offen.

Na? Nichts kommt da.

Du schaffst es nicht. Wie kann man nur so feige sein?

Ich bin für dich da, wenn du willst. Aber glaub mir: Ich rühre mich keinen Zentimeter, wenn du den Mund nicht aufmachst. Den nächsten Schritt musst du gehen. Du, Marcel!

Feigling! Hau endlich ab!

Mike:

Alles klar? Wie lief der Abend?

Marcel:

Coole Party. Und selbst?

Mike:

Ja echt coole Party.

(Für sich)

Du arme feige Sau.

(Laut.)

Und sonst so?

Marcel:

Alles am Laufen.

Mike:

Ja dann...

Marcel:

Mikie... Ja dann.

 (Ab.)

 

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