Prothoe:
Penthesila, wie hast du geschlafen?
Fühlst du dich ausgeruht?
Penthesilea:
Wie jede Nacht.
Sie kommt zu mir.
Sie lässt mich nicht mehr los.
Prothoe:
Es war nicht deine Schuld.
Penthesilea:
In ihrer Wut stürzte sie sich,
sie selber in ihre eigene Klinge.
Es war nicht meine Hand.
Prothoe:
Du wirst es bald vergessen.
Penthesilea:
Sie wird mich zu sich holen.
Sie lässt mich nicht mehr los.
Prothoe:
Das denkst du nur.
Vertrau der Zeit, vertrau der Welt.
Penthesilea:
Für mich gibt es kein Glück.
Prothoe:
Du kennst die Liebe nicht,
Hast nie von ihr genascht.
Penthesilea:
Die Liebe euch – für mich den Tod.
Komm Prothoe, und halte mich
für einen Augenblick.
Oekomene:
(hinzu) Herrin, kommt und rüstet euch:
Die Göttin rief, die Schlacht beginnt.
Penthesilea:
Schwester, das ist mehr als Trost!
Lasst uns etwas Männer jagen,
vertreiben wird das meinen Kummer.
Oekomene:
Männer jagen in wildem Kampfe,
das ist die beste Medizin.
Penthesilea:
Meine Waffen her, mein Schild, mein Pferd.
Schon steigt die Lust mir in die Glieder!
Oekomene:
Das ist die Königin, wie wir sie lieben:
Stolz und wild und unbezwingbar!
penthesilea-clip von Jens Wirsching steht im Netz seit dem 05. April 2009 unter der freien Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz.
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