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7. Männerjagen

Prothoe:

Penthesila, wie hast du geschlafen?

Fühlst du dich ausgeruht?

Penthesilea:

Wie jede Nacht.

Sie kommt zu mir.

Sie lässt mich nicht mehr los.

Prothoe:

Es war nicht deine Schuld.

Penthesilea:

In ihrer Wut stürzte sie sich,

sie selber in ihre eigene Klinge.

Es war nicht meine Hand.

Prothoe:

Du wirst es bald vergessen.

Penthesilea:

Sie wird mich zu sich holen.

Sie lässt mich nicht mehr los.

Prothoe:

Das denkst du nur.

Vertrau der Zeit, vertrau der Welt.

Penthesilea:

Für mich gibt es kein Glück.

Prothoe:

Du kennst die Liebe nicht,

Hast nie von ihr genascht.

Penthesilea:

Die Liebe euch – für mich den Tod.

Komm Prothoe, und halte mich

für einen Augenblick.

Oekomene:

(hinzu) Herrin, kommt und rüstet euch:

Die Göttin rief, die Schlacht beginnt.

Penthesilea:

Schwester, das ist mehr als Trost!

Lasst uns etwas Männer jagen,

vertreiben wird das meinen Kummer.

Oekomene:

Männer jagen in wildem Kampfe,

das ist die beste Medizin.

Penthesilea:

Meine Waffen her, mein Schild, mein Pferd.

Schon steigt die Lust mir in die Glieder!

Oekomene:

Das ist die Königin, wie wir sie lieben:

Stolz und wild und unbezwingbar!

 

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