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Der Herrgott schimpft die BRD

In diesem kalten Winter kam
der Herrgott nach der BRD,
er sah nicht aus wie Nikolaus
und ging nicht barfuß über'n See.

Seine Jünger waren älter,
waren tatterich und fett,
verdienten göttliche Gehälter,
empfingen ihn nicht eben nett.

Gott sprach:
Ihr beißt jetzt in mein saures Obst,
Ihr deutschen Dränger, Landser, Stürmer!
Kahlgefressen habt ihr schon
mein Paradies, ihr Würmer.

Er sprach:
Du sexy deutsche Wendebrut
bist kantig, geizig, geldbesessen,
lässt du wohl andre Leute auch
von deinen Trögen fressen!

Den Grenzbaum hoch, die Leute rein,
die Hunger, Krieg und Ohnmacht trieb!
Sonst werdet ihr des Teufels sein,
obwohl, das wär mir auch ganz lieb.

Der Teufel kehrt den Dreck der Welt:
dann wäre ich euch endlich los;
dann geht ihr mir am Arsch vorbei,
glaubt mir, da bin ich rigoros.

Ihr heimliches Rassistenpack,
die Welt dreht sich auch ohne euch;
auch spritzt dann nicht mehr soviel Blut
in mein besudelt´ Himmelreich.

Jemand wollte was erwidern,
doch wandte Gott sich schon zum Gehn,
da fiel ihm noch ein letztes ein,
und unvermittelt blieb er stehn:

Und Minen, Müll und Babybrei
sind nicht für'n Außenhandel da!
Soll euer Land doch dran krepiern,
was eure Industrie gebar.

Schon stieg Gott wieder himmelwärts,
ratlos blickte man hernieden,
erwog doppelte Staatsbürgerschaft -
ansonsten ward das Thema vermieden.

 

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