Hans, der Kleine, der war
nicht mal an die vierzehn Jahr
und hatte doch recht, und hatte doch recht,
die Welt war und blieb schlecht.
Seine Mama, die schrie, sein Papa, der schlug
seine Fäuste sich vor das Gesicht:
wer seine eigene Kindheit ertrug,
erträgt seines Kindes Tod nicht.
Hans, der Kleine, auf weiten Wegen,
Hans, der Kleine, die Ferne im Blick.
Hans, mein Kleiner, du sollst dich bewegen,
komm, mein Kleiner, ach komm zurück!
Doch Hans, der Kleine, hat sich entschieden,
gebrochen hat er sein Kindergenick,
Hans, der Kleine, auf weiten Wegen,
Hans, mein Kleiner, die Ferne im Blick.
Sie werfen viel Blumen auf seine Erde,
und eine, die weiß, er hat sie geliebt,
und konnt sie nicht haben, ein Mädchenherz brüllt,
weil es die Schuld auf sich schiebt.
Ihre Hand hält einen verschwitzten Zettel,
die andere hält sich am Taschentuch,
sie wirft eine Rose, sie wirft einen Kuss,
sie flucht einen heimlichen Fluch.
Hans, der Kleine, auf weiten Wegen...
Glockengeläute, die Vögelein singen
von Schmetterlingen im Bauch.
Ein Vater hält eine Mutter, die keine
mehr ist, und die hält ihn auch.
Ein Sohn ist vergangen, ein Romeo
hinterlässt seine Julia dem Wind,
ein Grab frisst eine erste Liebe,
der Tod nascht an einem Kind.
Moritat von Hans, dem Kleinen von Jens Wirsching steht im Netz seit dem 23. März 2009 unter der freien Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz.
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